F. Huhn & Sohn GmbH
F. Huhn & Sohn GmbH - SignLab, Mutoh

Siebspanndienst

Ein billiger Massendienst oder eine ernst zu nehmende Präzisionsarbeit?

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer von Ihnen hat noch nicht mit Passerproblemen zu tun gehabt, und zwar mit Passerproblemen, bei denen man keine Erklärung dafür finden konnte das an einer Stelle der Druck links und an einer anderen rechts daneben lag. Es kann nicht sein was nicht sein darf ist hier wohl häufig die Antwort gewesen, weil man wirklich nicht mehr wußte was man tun sollte. Sollten Sie solche Effekte mal gehabt haben, so haben Sie sicherlich versucht die Passerdifferenzen über das gesamte Druckbild zu verteilen, damit der Schaden möglichst nicht zu erkennen gewesen ist. Oder?
Mit Passerdifferenzen solcher Art brauchen Sie in Zukunft nicht mehr kämpfen, denn es ist eindeutig woran dieser Fehler liegt. Lassen Sie uns aber von vorn beginnen. Die allgemeine Meinung, daß die Siebspannung nur im Druckbild- bereich konstant sein sollte trägt zu diesen Fehlern bei. Stellen Sie sich einmal ein Sieb vor und fragen Sie sich was passiert, wenn die Rakel heruntergefahren ist und einige Millimeter zurückge- legt hat.
Die Gewebespannung ist hierbei links in der Ecke 16 N/cm, rechts in der Ecke 22 N/cm und im Druckbild 20 N/cm (Konstant!). Und dies ist ein sehr einfaches Beispiel. Das Druckbild verdreht sich bereits bevor Farbe überhaupt das Druckgut benetzt hat. Ein Passer kann schon nicht mehr gedruckt werden. Deshalb ist es wichtig, daß die Gewebespannung im gesamten Bereich des Siebdruckrahmens extrem gleichmäßig ist und zwar schon wenige Millimeter neben der Rahmenkante und vor allen Dingen in den Ecken des Rahmens.
Denn die Ecken sind ganz entscheidend für den Verzug des Gewebes beim Drucken. Nehmen wir aber an, das Gewebe ist 100 %ig genau gespannt, dann gibt es immer noch einen Verzug in Druckrichtung des Gewebes.
Dieser Verzug ist nur durch extrem starke und harte Gewebe zu minimieren. Ein Verzug bleibt hier immer! Hier aber haben die Hersteller von Siebdruckmaschinen ihren Beitrag geleistet. Da wo es sehr auf extrem genaue Passer an- kommt gibt es Siebdruckmaschinen mit Siebdehnungskompensation durch Mutterrahmen- oder Drucktisch-Verschiebung während des Druckvorganges.
Auch Filmvorlagenverkürzungsgeräte werden von einigen Firmen angeboten. Aber diese Geräte- und Maschinen- Techniken werden wir wohl ausschließlich in der Leiterplatten- fertigung wiederfinden. Alle diese Techniken können nur funktionieren, wenn das Sieb- druckgewebe sehr genau auf den Rahmen gespannt wurde, denn alle diese Maßnahmen arbeiten linear.
Also darf auch der Siebverzug nur in Druckrichtung erlaubt werden. Ein Verdrehen des Druck- bildes wie oben beschrieben läßt auch die teuerste Technik scheitern. Das einfache Beispiel wie hier dargestellt ist nur Theorie. In der Praxis variiert die Gewebespannung im gesamten Gewebebereich häufig so stark, daß es große Spannungsunterschiede schon in kleinen Teilabschnitten gibt. Und hier ist auch die Erklärung dafür zu suchen, warum an einer Stelle der Passer nach rechts und ein Stück weiter nach links abweicht. Die Gewebespannung ist nicht mehr beschreibbar. Sie sollten den Siebdruckrahmen ihrem Händler zurückgeben.
Der erste Weg für Sie, um diese Dinge in den Griff zu bekommen, ist, daß Sie sich eine Spannungsmeßuhr kaufen, damit Sie die gelieferten Rahmen kontrollieren können. Am besten Sie kaufen Sich die gleiche Uhr, die auch Ihr Siebdruckfachhändler hat und vergleichen beide Uhren (Ihre und seine) miteinander, damit es bei Reklamationen Ihrerseits keine zwei Meinungen geben kann.
Sie werden überrascht sein wenn Sie die Meßuhr erst einmal haben. Denn der Preiskampf der Händler, die Ihnen den Sieb- spanndienst anbieten, läßt oft keine Zeit mehr für Sorgfalt und Qualität. Wir erfüllen diese hohen Qualitätsansprüche. Geben Sie uns einen Testauftrag und prüfen Sie uns.

Mit freundlichen Grüßen F. Huhn & Sohn GmbH